Baufi – Lexikon: Tilgungssatzwechsel

Tilgungssatzwechsel

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Unter dem Tilgungssatzwechsel versteht man die Möglichkeit, die Höhe Deiner monatlichen Ratenzahlung (Rückzahlung) bei der Bank anzupassen. Die Darlehensrate besteht aus dem Zins- und dem Tilgungsanteil. Die Höhe der Darlehensrate und die entsprechende Aufteilung sind in Deinem Darlehensvertrag festgeschrieben. Dein Zinssatz bleibt beim Tilgungssatzwechsel unverändert, Deine monatliche Rückzahlung des Darlehens, also Tilgung, ändert sich und damit auch Deine monatliche Rate an die Bank.

Manche Banken haben die Option des Tilgungssatzwechsel standardmäßig in ihren Verträgen verankert. Wenn das nicht der Fall ist, dann kannst Du das i.d.R. individuell mit Deiner Bank vereinbaren. Die Höhe Deiner Tilgung bestimmt, wie schnell Du Dein Darlehen bei der Bank zurückzahlst.

Ein Tilgungssatzwechsel lohnt sich besonders, wenn sich Deine finanzielle Situation geändert hat oder künftig ändern wird.

Wann kann sich ein Tilgungssatzwechsel lohnen?

  • Wenn eine vermietete Immobilie künftig als Eigenheim genutzt wird oder umgekehrt
  • Wenn Du oder Dein Partner/in in Elternzeit geht
  • Wenn Du nach einem Jobwechsel deutlich mehr oder weniger verdienst
  • Wenn Du eine größere Geldsumme erhältst (Schenkung, Erbschaft, Abfindung etc.)

Eine Baufinanzierung läuft in der Regel über mehrere Jahrzehnte. In diesem Zeitraum können sich Deine Lebensumstände mehrmals ändern. Daher ist eine Option des Tilgungssatzwechsel interessant, wenn Du die Höhe Deiner Tilgung im Laufe der Jahre anpassen möchtest. Die Details dazu findest Du in Deinem Darlehensvertrag.

Merke:

Hast du in deinem Darlehensvertrag keinen Tilgungssatzwechsel mit Deiner Bank vereinbart, dann kannst du trotzdem das Gespräch mit Deiner Bank suchen, um einen neuen, individuell auf Deine Lebensumstände abgestimmten Tilgungsplan auszuarbeiten. Je nach abgeschlossenem Zinssatz ist es ggf. sogar ein Vorteil für Deine Bank.