Baufi – Lexikon: Immobilienbewertung

Immobilienbewertung

website_admin

Im Rahmen der Immobilienfinanzierung führt Deine Bank eine Immobilienbewertung durch. So überprüft sie den Wert Deiner Immobilie und ermittelt den internen Beleihungswert. Im Regelfall nutzt die Bank hierfür eine Bewertungssoftware und einen Gutachter, der die Immobilie besichtigt (meist innen und außen).

In die Bewertungssoftware werden bestimmte Eckdaten der Immobilie und des Grundstücks eingegeben. Hinzu kommen aktuelle Werte für Immobilien, Grundstücke und Mietpreise. Auf Grundlage dieser Kriterien ermittelt die Software den Beleihungswert Deiner Immobilie. Jede Bank verwendet eigene, bankinterne Kriterien für die Bewertung. Im Regelfall zieht die Bank bei der Bewertung einen Sicherheitsabschlag von zehn bis 15 Prozent vom Verkehrswert der Immobilie ab, um ihr Risiko zu minimieren.

Der Verkehrswert einer Immobilie ist der Wert, zu dem Deine Immobilie am Stichtag der Bewertung verkauft werden könnte. Der Beleihungswert der Immobilie – der Verkehrswert abzüglich Sicherheitsabschlag – berücksichtigt Schwankungen auf dem Immobilienmarkt und die mögliche Preisentwicklung innerhalb der nächsten Jahre und Jahrzehnte.

Bei der Immobilienbewertung durch die Bank handelt es sich um eine „einfache“ Besichtigung ohne Erstellung eines umfangreichen Gutachtens. In den meisten Fällen ist ein externes Gutachten nicht erforderlich. Eine Ausnahme stellen Banken dar, die sich über Pfandbriefe finanzieren. Gemäß der Beleihungswerteermittlungsverordnung müssen diese Banken Immobilien mit einem Wert von über 400.000 EUR professionell bewerten lassen. Die Kosten für ein solches Gutachten dürfen Dir als Kreditnehmer nicht in Rechnung gestellt werden.