Baufi – Lexikon: Gutachter

Gutachter

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Ein Gutachter prüft den Wert Deiner Immobilie. Dafür schaut er sich die Immobilie an und vergleicht ihren Wert mit ähnlichen Häusern in der Region. Eine gutachterliche Begehung kann eine Voraussetzung für die Vergabe einer Baufinanzierung sein. Die Bank möchte sichergehen, dass die Höhe der Baufinanzierung gerechtfertigt ist und der Beleihungswert richtig ermittelt wird.

Die Bank vereinbart mit Dir eine Vor-Ort-Begehung (entweder vor der Auszahlung oder nach der Auszahlung des Darlehens). Der Besichtigungstermin erfolgt meist mit einem Gutachter, einem Bausachverständigen oder einem Architekten. Fordert Deine Bank eine gutachterliche Begehung, so darf sie Dir das Honorar für den Gutachter nicht in Rechnung stellen. Verweigerst Du eine gutachterliche Begehung, so kann es passieren, dass der Darlehensvertrag nicht zustande kommt. Du solltest einer solchen, für Dich kostenfreien Besichtigung, zuzustimmen.

Bei der Begehung schaut sich der Gutachter verschiedene Aspekte der Immobilie an. Er überprüft die Richtigkeit der Angaben zur Immobilie, darunter Lage, Zustand, Schnitt, Baujahr und Ausstattungsmerkmale.

Wenn Du ein Haus baust, oder sanierst wird die Immobilie im Regelfall erst nach Fertigstellung besichtigt. Die Dauer für ein Gutachten bzw. Wertermittlung beträgt je nach Bankzwischen  5 Tagen und 6 Wochen. Einigen Banken reicht auch eine formlose Besichtigung und Werteinschätzung der Immobilie aus – in diesem Fall kannst Du deutlich weniger Zeit einplanen.

Merke:

Je nach Darlehenssumme und Objektart bewertet ein Gutachter Deine Immobilie im Interesse der Bank. Die Bewertung wird Dir nicht ausgehändigt. Meist erfolgt eine Besichtigung des Außenbereichs und der Innenräume. Auf Grundlage des Gutachtens bestimmt Deine Bank den Beleihungswert der Immobilie. Dieser dient der Bank als Kreditsicherheit und soll deshalb so genau wie möglich ermittelt werden. Das Honorar für den Gutachter trägt Deine Bank.