Baufi – Lexikon: Grundbuch

Grundbuch

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Im Grundbuch werden die Eigentumsverhältnisse einer Immobilie, oder eines Grundstückes festgehalten. Der Aufbau vom Grundbuch ist in mehrere Teile untergliedert. Neben den Angaben zum Eigentum findest Du im Grundbuch viele weitere Informationen – darunter auch Rechte (z.B. Wegerechte, Wohn- oder Nießbrauchrecht) und Pflichten (z.B. Grundschuld, Hypotheken).

Kaufst du eine Immobilie oder ein Grundstück und schließt dafür eine Baufinanzierung bei der Bank ab, erfordert diese einen Eintrag in Dein Grundbuch, die Bestellung einer sogenannten Grundschuld. Über die Eintragung der Grundschuld sichert die Bank ihr Darlehen für den Fall ab, dass Du zahlungsunfähig wirst.

Jede Gemeinde hat ein eigenes Grundbuch. Das Grundbuch ist ein öffentliches Verzeichnis. Es besteht aus der Aufschrift/Deckblatt, dem Bestandsverzeichnis und den Abteilen eins, zwei und drei. In der Aufschrift/ dem Deckblatt sind Angaben zum zuständigen Amtsgericht sowie der Grundbuchbezirk und die Nummer des Grundbuchblattes hinterlegt. Im Bestandsverzeichnis findest Du Informationen über die Lage und Größe des Grundstückes sowie Details zu Gemarkung, Flur und Flurstück.

Danach folgen Abteilung eins, zwei und drei. In Abteilung 1 stehen Angaben zum Eigentum und das Datum der jeweiligen Eintragung. Ein neuer Eintrag zum Eigentum erfolgt beim Kauf/Verkauf des Grundstücks, aber auch bei Erbschaften oder Schenkungen.

In Abteilung 2 findest Du Details zu den Lasten und Beschränkungen (z.B. Baulasten, Nießbrauchrecht, Erbbaurecht, Vorkaufsrechte).

In der dritten Abteilung stehen die Grundpfandrechte – also Grundschulden oder Hypotheken – der Immobilie. Nimmst Du eine Baufinanzierung auf, wird für Deine Bank eine Grundschuld als Kreditsicherheit eingetragen. Dadurch hat die Bank das Recht, Deine Immobilie, im Falle Deiner Zahlungsunfähigkeit, zu veräußern.