Baufi – Lexikon: Eigenkapital

Eigenkapital

website_admin

Wenn Du eine Immobilie kaufst, musst Du auch bei einer Finanzierung für einen Teil der Kosten selbst aufkommen. Diesen Anteil nennt man Eigenkapital. Er dient als Sicherheit für die Bank und sollte mindestens die Kaufnebenkosten abdecken. Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto besser sind die Konditionen der Bank.

In der Regel empfehlen wir Dir, mindestens die Kaufnebenkosten selbst zu finanzieren. Am besten bringst Du aber zusätzlich 10 % oder mehr des Kaufpreises in Form von Eigenkapital mit. Denn damit sinkt das Finanzierungsrisiko der Bank, was sie in der Regel mit niedrigeren Zinsen oder längerer Zinsbindung belohnt. Du kannst verschiedene Vermögenswerte als Eigenkapital einsetzen. Als klassisches Eigenkapital gilt Vermögen, auf das Du sofort zugreifen kannst.

Was zählt zu Eigenkapital?

  • Geld auf Bankkonten wie Giro-,Tagesgeld- oder Festgeldkonten
  • Wertpapiere wie Fonds oder Aktien
  • Bausparvertrag

Auch private Kredite aus Deiner Familie oder von Freunden kannst Du hierfür nutzen. In dem Fall empfehlen wir Dir, mit ihnen schriftlich feste Vereinbarungen zu treffen, um späteren Unstimmigkeiten vorzubeugen. Außerdem erkennen viele Banken zusätzliche Sicherheiten an.

Was sind zusätzliche Sicherheiten?

  • die Abtretung Deiner Lebensversicherung/ Rentenversicherung
  • eine bereits Großteils abbezahlte Immobilie von Dir, Deiner Eltern, oder Dritten

Geheimtipp:

Wenn Du, Deine Verwandten oder Freunde Eigenleistungen in Deinem Eigenheim erbringen – also zum Beispiel selbst verputzen, Böden verlegen oder Dein Badezimmer fliesen –, erkennt die Bank das ebenfalls als Eigenkapitalersatz an. Diese so genannte Muskelhypothek wird in der Regel bis maximal 30.000 Euro angerechnet, meist auf Grundlage eines Handwerker-Stundenlohns.