Baufi – Lexikon: Baumängel

Baumängel

website_admin

Kaum ein Haus ist komplett frei von Fehlern – dies gilt vor allem für Altbauten. Vor Abschluss einer Baufinanzierung solltest Du Dir daher ein genaues Bild von der Immobilie machen. Baumängel lassen sich nie ganz ausschließen, sollten bei Abschluss des Kaufvertrags allerdings bestmöglich ausgeschlossen werden. Verschweigt der Verkäufer einen Mangel von dem er wusste, muss er dafür haften.

Der Begriff des Baumangels ist im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Hierbei handelt es sich um Abweichungen von der vereinbarten Beschaffenheit einer Immobilie. Baumängel können aus verschiedenen Gründen entstehen. Zu den häufigsten Ursachen zählen fehlerhafte Planung, minderwertiges Material oder nicht korrekt ausgeführte Arbeiten. Solche Mängel kommen nicht nur bei Neubauten vor, sondern auch bei älteren Immobilien.

Baumängel sind nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer und im schlimmsten Fall gesundheitsschädlich. Ihre Beseitigung nimmt oft viel Zeit und Geld in Anspruch. Bestehende Baumängel mindern zudem den Wert einer Immobilie. Dies solltest Du als Kaufinteressent im Blick behalten. Der Wert eines Hauses ist auch für Deine Bank von großem Interesse – ihr dient die Immobilie als Kreditsicherheit. Je mehr Mängel eine Immobile aufweist, desto geringer ist der Beleihungswert für die Bank.

Es gibt Mängel, die sofort auffallen. Doch das ist nicht immer der Fall: Manchmal bleibt ein Baumangel länger unentdeckt. Zu den häufigsten Arten von Baumängeln gehören Risse in Mauerwerk und Putz, undichte Tür- und Fensterlaibungen sowie eine mangelhafte Lüftung des Rohbaus. Der Verkäufer hat beim Verkauf der Immobilie eine Offenbarungspflicht. Dies gilt auch dann, wenn im Vertrag die Klausel „gekauft wie gesehen“ steht. Kennt und verschweigt der Verkäufer einen Mangel, muss er für die Beseitigung oder Reparatur aufkommen. Je nach Schwere der Baumängel kann es zu einer Rückabwicklung des Kaufvertrags kommen.